Übung und Einsatz der Kreisbereitschaft Rhein-Lahn
Am Freitag wurden wir gegen 11:00 Uhr zu einer Übung der Kreisbereitschaft Rhein-Lahn alarmiert.
Aus der Verbandsgemeinde Nastätten waren zwei Fahrzeuge beteiligt:
der SW 2000-TR aus Holzhausen sowie das LF-KatS aus Nastätten. Aus Holzhausen nahmen insgesamt vier Kameraden teil – drei mit dem SW 2000-TR und ein Kamerad auf dem LF-KatS.
Nach der Alarmierung fuhren wir zunächst die Feuerwache Nord in Lahnstein an. Dort wurden Lunchpakete ausgegeben. Anschließend verlegte die Kreisbereitschaft Rhein-Lahn zum THW nach Neuwied. Dort gab es Verpflegung sowie erste Informationen zum weiteren Ablauf.
Gemeinsam mit der „überörtlichen Hilfe aus den Leitstellenbereichen Montabaur und Koblenz“ – jeweils bestehend aus vier Löschzügen und einem Logistikzug – ging es anschließend im Marschverband nach Niederzissen im Kreis Ahrweiler. Dort wurde der Bereitstellungsraum bezogen. Nach dem Aufbau des Nachtlagers in einer Realschule folgten Abendessen und ein kurzer Vortrag zur Übungslage.
Dann wurde aus der Übung plötzlich Ernst.
Aufgrund der aufkommenden Unwetterlage und weiterer Einsatzlagen im Rhein-Lahn-Kreis wurden die vier Löschzüge der Kreisbereitschaft Montabaur durch das Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz nach Koblenz auf dessen Gelände beordert. Die Löschzüge verlegten dorthin und standen in Bereitschaft.
Hintergrund waren unter anderem Unwetterwarnungen, mögliche Hochwasserlagen sowie zeitgleich größere Veranstaltungen in der Region. Zusätzlich bestand im Bereich Brohltal/Niederzissen ein Großbrand in einer Zimmerei.
Gegen 00:30 Uhr entspannte sich die Lage. Die Unwetterlage entwickelte sich glücklicherweise nicht so dramatisch wie zunächst befürchtet, und auch der Großbrand machte keinen weiteren Einsatz der Kreisbereitschaft erforderlich. Daher konnten die Einheiten wieder nach Niederzissen zurückverlegen.
Am nächsten Tag wurde die Übung fortgesetzt.
Aufgrund der vorherigen Einsatzbereitschaft und der hohen Temperaturen wurde der Übungsplan angepasst und im Umfang reduziert. Für uns ging es zum Fliegerhorst Büchel. Dort lautete die Übungslage: Nach einer Amoklage war eine Halle in Brand geraten. Zusätzlich hatte sich ein Verkehrsunfall mit einem Militärfahrzeug ereignet. Unser Auftrag war die Abarbeitung dieses Verkehrsunfalls.
Am Samstagabend war die gesamte Großübung beendet, und die Kräfte konnten wieder in ihre Heimatstandorte zurückverlegen.